HNO Zentrum Regensburg

Dr. Fauser zum Thema "Speichelsteine" im ARD-Gesundheitsmagazin vom 10.9.2010 (Copyright BR/ARD)

Minimal-invasive, endoskopische Therapie von Speichelsteinen

Leiden Sie unter immer wiederkehrenden Schwellungen und Schmerzen im Bereich der Unterkieferspeicheldrüse oder der Ohrspeicheldrüse, besonders während des Essens?

Dann sind häufig Steine im Ausführungsgang der Speicheldrüsen die Ursache. Sie bilden sich durch Ablagerung von Calciumphosphat und organischen Bestandteilen des Speichels. Die Steine blockieren den Abfluss des Speichels. Während des Essens, wenn die Speicheldrüsen vermehrt Speichel produzieren, kommt es zu einem schmerzhaften Aufstau des Speichels. Aufsteigende bakterielle Infektionen können dann zusätzlich eine Entzündung der Drüse verursachen. Die Diagnose lässt sich durch eine klinische Untersuchung, Ultraschall und einer Röntgenaufnahme der Speicheldrüsen stellen. Dabei kann auch zwischen Steinerkrankungen und anderen Ursachen, z. B. Tumore der Speicheldrüsen unterschieden werden.

Wie können wir helfen? Durch den Einsatz kleinster Endoskope und spezieller Fangkörbchen können wir die Steine finden und minimal-invasiv, d.h. unter Erhalt der Drüse selbst entfernen. Nur eine vollständige Entfernung aller Steine kann wiederkehrende Beschwerden verhindern. Mithilfe der Speichelgangendoskopie kann auch zwischen Steinerkrankungen und anderen Ursachen, z. B. narbigen Engstellen differenziert werden. Nach Entfernung der Steine kann sich die Drüse häufig wieder erholen, eine vollständige Entfernung der Drüse ist nur noch selten erforderlich.

Zur Vorbeugung von erneuter Steinbildung soll darauf geachtet werden, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen, den Speichelfluss zu fördern, z. B. durch das Kauen von Kaugummi oder Lutschen saurer Bonbons, um durch leichtes Ausmassieren der Drüse den Abfluss von Speichelsekret zu unterstützen.